Rheinisches Kontinenz- und Beckenbodenzentrum

Leider ist Harn- und Stuhlinkontinenz noch immer ein Tabu-Thema. Aber nicht bei uns. Denn für unser Team gehört das Gespräch, ebenso wie die medizinische Diagnostik und die Behandlung zur täglichen Erfahrung. Das Rheinische Kontinenz- und Beckenbodenzentrum ist eine interdisziplinäre Kooperation  von Urologen, Gynäkologen, Viszeralchirurgen, Internisten und Pädiatern. Diese erfahrenen Spezialisten arbeiten als Team eng zusammen. Das Rheinische Kontinenz- und Beckenbodenzentrum bietet das komplette Spektrum der Diagnostik und Behandlung.

Ihrer Harn- und Stuhlinkontinenzbeschwerden. Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie ist durch die Deutsche Kontinenz Gesellschaft zertifiziert als Chirurgische Beratungsstelle.

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Was bedeutet Harninkontinenz?

Harninkontinenz bedeutet unwillkürlichen Urinverlust und damit Verlust der Blasenkontrolle.

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Wer ist betroffen?

Betroffen sind 12% aller Frauen und 7% aller Männer im Alter über 65 Jahren. Aber auch Jüngere können an einer Inkontinenz leiden. Hier sind es dann vor allem Frauen.

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Was sind die Ursachen?

Die Ursachen sind vielfältig und reichen beispielsweise bei Frauen von Veränderungen des Beckenbodens im Alter, nach Schwangerschaft und Geburt bis zu Beeinträchtigungen nach vorangegangenen Operationen im Bauch oder Becken. Bei Männern können Veränderungen der Prostata oder auch Folgern von Operationen zu Blasenentleerungsstörungen und Inkontinenz führen. Desweiteren können neurologische Erkrankungen, z.B. der Wirbelsäule, eine Diabetes-Erkrankung und die Einnahme von bestimmten Medikamenten die Ursache einer Inkontinenz sein und gleichermaßen Männer und Frauen betreffen.
Die Vielfältigkeit der Ursachen macht zunächst eine genaue, häufig auch aufwendige Abklärung notwendig, die dann eine zielgenaue Therapie erlaubt. Für diese Diagnostik ist unsere Klinik mit einem modernen Messplatz zur Blasendruckmessung ausgestattet.

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Was sind die häufigsten Erscheinungsformen?

Die häufigsten Formen der Inkontinenz sind die Belastungsinkontinenz und Drangbeschwerden mit Inkontinenz sowie Mischformen aus beiden.
Definition der häufigsten Formen sind:

  • Belastungsinkontinenz
  • Drangbeschwerden mit Inkontinenz
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Belastungsinkontinenz

Urinverlust unter körperlicher Belastung ohne Harndrang, unterschieden werden drei Schweregrade:

  • Grad I Urinverlust bei schwerer körperlicher Belastung (Nießen, Husten, Heben)
  • Grad II Harnverlust bei leichter körperlicher Belastung (Laufen, Gehen, Aufstehen)
  • Grad III Urinverlust auch im Liegen
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Drangbeschwerden mit Inkontinenz

Hier wird der unwillkürliche Urinverlust von einem imperativen Harndrang begleitet. Die Behandlung der verschiedenen Formen der Inkontinenz zielt auf deren Ursache ab und ist damit unterschiedlich.

Bei allen Formen des Urinverlustes versuchen wir zunächst die konservativen Behandlungsmöglichkeiten auszuschöpfen. Sollten diese Behandlung zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis führen, so werden operative Therapien erwogen. Auch in dem Bereich der Operationsmethoden verfügen in unserer Klinik über ein breites Spektrum zur Behandlung der Belastungsinkontinenz.

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Unsere Operationsmethoden

  • Offenen Suspensionsverfahren
    Moderne Methode der Bandplastiken wie Transobturatorisches Band- TOT. Diese Bandform ist als Ergänzung zum TVT- Band in unserer Klinik etabliert. Beide Verfahren sind minimal-invasiv und bedeuten eine deutliche Verkürzung der Krankenhausverweildauer und sind weniger belastend bei gleich guten Ergebnissen.

A: Lage des TVT-Bandes                 B: Lage des TOT-Bandes

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Operative Behandlung

Darüber hinaus werden von uns Senkungen des Beckenbodens, die häufig mit einer Inkontinenz einhergehen, operativ behandelt. Dies beinhaltet die Versorgung von Zystozelen, Rekto- und Enterozelen über einen abdominellen Zugang (Schnittoperation über Unterbauch) in moderner, veränderter Form aber auch vaginale Verfahren (Zugang über die Scheide). Hier sind ebenfalls moderne Verfahren mit Netzeinlage in minimal- invasiver Form vielversprechend.

Kolposuspension nach Burch

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Medikamentöse Therapie

Drangbeschwerden mit und ohne Inkontinenz werden überwiegend medikamentös therapiert.

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Botulinum-Toxin-Unterspritzung der Blase

Bei besonders schweren oder therapieresistenten Formen ist eine Behandlung mit dem innovativen Verfahren der Botulinum-Toxin-Unterspritzung der Blase möglich. Diese Unterspritzung kann in Narkose aber auch in einer medikamentösen Schmerzausschaltung (Analgosedierung) erfolgen. Das klassische Anwendungsgebiet war bislang die neurogene Blasenentleerungsstörung. Heute wenden wir dieses Verfahren auch bei einer chronischen, abakteriellen Blasenentzündung (Interstitiellen Zystitis) an.


 
Injektionspunkte zur Applikation von Botulinum-Toxin in die Harnblase

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Aufbau eines künstlichen Schließmuskels

Aufbau des künstlichen Schließmuskels erfolgt über drei Komponenten

  • Manschette: Umschließen und Komprimieren der Harnröhre (2)
  • Ballon: Reservoir und Druckkontrolle für die Manschette (1)
  • Pumpe: transferiert die Flüssigkeit von der Manschette zum Ballon (3)

Künstlicher Schließmuskel

Hilfe zur Selbsthilfe

Erste Selbsthilfegruppe im Raum Krefeld In der „Kontinenz -Selbsthilfegruppe Krefeld“ können Sie sich austauschen und beraten. Darüber hinaus organisiert die Selbsthilfegruppe regelmäßige Treffen an jedem zweiten Dienstag im Monat um 18.00 Uhr am St. Josefshospital Uerdingen.

Unsere und Ihre Partner

Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
Chefarzt Dr. med. W. -U. Schmidt
Offizielle Beratungsstelle der Deutschen Kontinenz Gesellschaft

Klinik für Urologie und Kinderurologie
Chefarzt Dr. med. J. Westphal
Leiter des Kontinez-und Beckenbodenzentrums Dr. med. S. Muctar
Offizielle Beratungsstelle der Deutschen Kontinenz Gesellschaft

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe
Chefarzt Dr. med. R. Becker
Offizielle Beratungsstelle der Deutschen Kontinenz Gesellschaft

Klinik für Innere Medizin
Chefarzt Prof. Dr. med. T. Zekorn
Offizielle Beratungsstelle der Deutschen Kontinenz Gesellschaft

Kinderärztin

Dr. med. B. Deußen
Offizielle Beratungsstelle der Deutschen Kontinenz Gesellschaft
Physiotherapie
B. Heil

Zentrum für Gesundheit
Ulrike Schäfer
Leiterin Zentrum für Gesundheit

 
Deutsche Kontinenz Gesellschaft

Hier finden Sie eine Patienteninformation über das Rheinische Kontinenz- und Beckenbodenzentrum zum Download