Soweit die Füße tragen - moderne Fußchirurgie heute

Wie entstehen Fehlstellungen am Fuß? Welche Fehlstellungen gibt es?
Fehlstellungen der Zehen mit belastungsabhängigen Schmerzen nehmen erheblich zu. Bedingt durch schlechtes oder falsches Schuhwerk oder angeboren, verformt sich mit zunehmendem Alter der Fuß zu einem Spreizfuß. Folge hiervon ist die Ausbildung des so genannten Hallux valgus sowie der Hammerzehen mit Belastungsspitzen an nicht dafür vorgesehenen Stellen.

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Hallux valgus

Fehlstellungen der Zehen mit belastungsabhängigen Schmerzen nehmen erheblich zu. Bedingt durch schlechtes oder falsches Schuhwerk oder angeboren, verformt sich mit zunehmendem Alter der Fuß zu einem Spreizfuß. Folge hiervon ist die Ausbildung des so genannten Hallux valgus sowie der Hammerzehen mit Belastungsspitzen an nicht dafür vorgesehenen Stellen.

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Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Diese Erkenntnisse haben einen entscheidenden Einfluss auf die Operationsmethode, dahingehend, dass man dort korrigiert, wo die Fehlstellung entstanden ist. Bei der erworbenen Form gelangen in erster Linie Verschiebeosteotomien des 1. Mittelfußköpfchens (Chevron, Hohmann, Stoffella-Spange) oder Schwenkosteotomien des ersten Mittelfußknochens (Ludloff, Scarf) zur Anwendung. Hinweisend ist hier der erste Intermetatarsalwinkel, der 15° nicht überschreiten sollte.Sollten zusätzlich Hammerzehen vorliegen, kann durch eine Kürzung der Mittelfußknochen das Fußgewölbe wiederhergestellt und die Kleinzehenfehlstellung behoben werden. Auch hier stehen verschiedene Operationsmethoden (Helal, Weil) zur Auswahl. Bei der „Helal“-Osteotomie werden die Mittelfußknochen schräg von hinten durchtrennt. Unter leichter Belastung mit einer Mittelfußpelotte schieben diese sich so zusammen, wie der Bandapparat des Fußes es vorgibt. Da hier keine Verschraubung der Knochenenden stattfindet, kann es etwas länger dauern, bis die Knochen zusammen gewachsen sind.

Bei der Weil–Osteotomie wird das Grundgelenk eröffnet, der Mittelfußknochen von vorn schräg durchtrennt, das gesamte Gelenk nach hinten verschoben und mit einem kleinen Schräubchen fixiert. Nachteil dieser Operationsmethode ist die Eröffnung der Gelenkkapsel, die häufig mit Einsteifungen des Gelenkes einhergeht und somit den Operationserfolg zunichte macht.

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Die angeborene Form des Hallux valgus

Bei der angeborenen Form des Hallux valgus (Metatarsus primus varus), die meist mit einem Intermetatarsalwinkel von über 15° einhergeht, ist die Therapie erheblich schwieriger. In Abhängigkeit von der Länge des ersten Mittelfußknochens im Verhältnis zu den benachbarten, dem Alter des Patienten sowie der Stabilität des ersten TMT Gelenkes kommen verschiedene Korrektur-Osteotomien zur Anwendung.

Der 1. Mittelfußknochen wird an der Basis keilförmig angesägt und nach außen geklappt. Diese Korrektur wird dann mit Schrauben oder Platten stabil gehalten, bis der Knochen wieder verwachsen ist. In diesem Fall ist allerdings die Ruhigstellung in einem Unterschenkelgehgips für etwa 6-8 Wochen erforderlich. Da die Gelenkfläche am Großzehengrundgelenk häufig nach außen verkippt ist, muss eine weitere Korrektur der Großzehe - entweder im Bereich des Köpfchens (Hohmann) oder des Grundgliedes (Akin) erfolgen, um ein Rezidiv zu verhindern. In sehr schweren Fällen eines Hallux valgus ist eine Korrektur der Großzehe nur über eine Versteifung an der Basis des Mittelfußknochens zu erzielen. Auf die Belastung, insbesondere das Gehen hat dieser Eingriff keinen Einfluss.

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Verschleiß des Großzehengrundgelenkes

Bei einem Verschleiß des Großzehengrundgelenkes ("Hallux rigidus") mit erheblich schmerzhafter Bewegungseinschränkung besteht die Möglichkeit ein Kunstgelenk zu implantieren. Damit kann die ursprüngliche, schmerzfreie Beweglichkeit wiederhergestellt werden. Das Gelenk ist anschließend auch wieder sporttauglich! Das Tragen spezieller Schuhe oder Sohlen ist nicht erforderlich! Dieses Kunstgelenk besteht aus „Silastik“, einem speziellen hochflexiblen Kunststoff. Dieses Modell wird seit mehr als 30 Jahren in der Rheumachirurgie mit großem Erfolg eingesetzt.

Als Alternativen stehen die Versteifung ("Arthrodese") des Großzehengrundgelenkes oder die Resektionsarthroplastik ("Keller Brandes OP") zur Verfügung. Beide Operationsmethoden weisen allerdings große Nachteile auf. Nach der Versteifung wird der Abrollvorgang beim Gehen über das Großzehenendgelenk abgewickelt, das für diese Belastung nicht ausgelegt ist. Eventuell muss auch eine spezielle Schuhzurichtung (Abrollsohle) getragen werden. Bei der Keller Brandes OP führt die Verkürzung der Großzehe zur Ausbildung von Hammerzehen.

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Rheumatische Erkrankungen

Bei einer rheumatischen Erkrankung werden häufig die Zehengelenke völlig zerstört, so dass ein Erhalt nicht mehr möglich ist. In diesem Fall ist es gut möglich, die Zehengrundgelenke zu entfernen, um ein schmerzfreies Auftreten zu ermöglichen. Auch diese Verfahren sind in der Rheumachirurgie seit Jahrzehnten etabliert und führen zu einen sehr gutem Ergebnis.

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Riesenwuchs

Bei Jugendlichen können angeborene Fehlstellungen korrigiert werden. Sollte eine Zehe schneller wachsen als die anderen, spricht man von einem Riesenwuchs.

 

In diesem Fall kann man die Wachstumsfugen vorübergehen blockieren.

Bitte beachten Sie…!

Bei allen Eingriffen am Fuß muss man mit einer Rekonvaleszenz-Zeit von etwa drei Monaten rechnen. Sollten Sie Fragen rund um das Thema Fuß haben, steht Ihnen das Team der Abteilung für Orthopädische Chirurgie gerne zur Verfügung.

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Erkrankungen des Sprunggelenkes

Das Sprunggelenk ist das bei Unfällen am häufigsten betroffene Gelenk. Wer ist selbst noch nicht mit dem Fuß umgeknickt? Folgen dieser Unfälle können Bänderdehnungen, aber auch Bänderrisse oder Knöchelbrüche sein (Unfallchirurgie). Nicht selten kommt es auch zu einem Knorpelschaden auf der Sprungbeinrolle.

Anmeldung und Terminvereinbarung

Claire Schreiner
Telefon: 02151 / 452-386

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