Künstliches Kniegelenk - Knieprothese (Knie-TEP oder Schlittenprothese)

Wann kann ein Knieersatz erforderlich sein?

Bei einem schweren, fortgeschrittenen Verschleiß, bei dem es zu einer hochgradigen Zerstörung der Gelenkflächen gekommen ist, ist das künstliche Kniegelenk in die therapeutischen Überlegungen einzubeziehen. Das künstliche sollte jedoch nur implantiert werden, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt
sind:

  • Chirurgische und nicht-chirurgische Maßnahmen sind erfolglos oder nicht mehr angezeigt.
  • Es bestehen heftige invalidisierende Schmerzen mit einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität.
  • Es besteht eine Einschränkung der Gelenkbeweglichkeit.
  • Es besteht eine erhebliche Fehlstellung des Kniegelenkes

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Implantation eines künstlichen Kniegelenks

Wenn die oben genannten Faktoren gegeben sind, kann ein künstliches Kniegelenk implantiert werden. Es werden hierbei die beschädigten Flächen ersetzt, entweder in Form einer Teilprothese (die sogenannte "Schlittenprothese") oder als Knietotalendoprothese (Knie-TEP) mit Ersatz aller Flächen. Die Kniescheibenrückfläche wird in der Regel mit eingesetzt.

Für die Schlittenprothesen verwenden wir das Prothesenmodell Eius, für die Totalendoprothesen das Modell TC plus der Firma Smith Nephew Bei bestimmten Indikationen kommen auch teilweise gekoppelte Kniegelenk-Totalendoprothesen zum Einsatz. Die Knieteil- oder Totalendoprothesen werden einzementiert und sind somit nach kurzer Zeit voll belastbar.

Für die Schlittenprothesen verwenden wir das Prothesenmodell „Triathlon“ der Firma Stryker, für die Totalendoprothesen das Modell „TC Plus“ der Firma Smith & Nephew. Bei groben Fehlstellungen kommen auch gekoppelte Prothesenmodelle zu Anwendung. Für Wechseloperationen steht ein modulares Prothesensystem zur Verfügung. Die Knieprothesen werden in der Regel einzementiert, da sich in Langzeitstudien herausgestellt hat, dass die Zementierung den nicht zementierten Prothesen überlegen ist. Darüber hinaus sind sie bereits nach kurzer Zeit voll belastbar.

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Navigation

Um einen einwandfreien Sitz der Prothese zu erhalten, verwenden wir ein Navigationsgerät der Firma Stryker. Durch die intraoperative Computervermessung des Kniegelenkes kann zu jeder Zeit des Eingriffs der Sitz der Prothese überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden. Die Operation selbst wird jedoch immer durch den Orthopäden durchgeführt, der Computer kontrolliert nur die einzelnen Operationsschritte. Nach neueren Studien haben die navigierten Knieprothesen eine längere Standzeit, die dem Patienten zu Gute kommt. Die Operationszeit verlängert sich lediglich um 10 Minuten.

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Schmerzfreie Operation

Alle unsere Knieprothesenpatienten erhalten einen Schmerzkatheter, der die ins Bein führenden Nerven vorübergehend betäubt. Dieser Katheter wird in Narkose gelegt und verbleibt bis zum Entfernen der Drainagen. Anschließend erfolgt die Schmerzbehandlung über Medikamente.

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Nach der Operation

Die postoperative Rehabilitation kann mit dem Operationstag beginnen. Gemeinsam mit der Abteilung für Anästhesie haben wir einen Schmerzdienst für unsere Patienten eingerichtet. Die computergesteuerte Schmerzbekämpfung erlaubt ab dem ersten postoperativen Tag Bewegungsübungen des Kniegelenkes auf einer motorgetriebenen Schiene. Ab dem zweiten postoperativen Tag beginnt eine intensive Physiotherapie, die es nahezu allen Patienten ermöglicht, nach wenigen Tagen mit Hilfe von zwei Unterarmgehstöcken zu laufen. Bis zur Entlassung erlernen alle Patienten das Treppensteigen.

Nach 12 Tagen ist der Krankenhausaufenthalt in der Regel beendet. Es schließt sich eine ambulante Rehabilitation in kooperierenden Instituten an oder eine stationäre Rehabilitation in spezialisierten Kliniken. Die Dauer der stationären Rehabilitation beträgt drei bis vier Wochen.

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Die Prognose

Die Endoprothetik gehört fraglos zu den großen Errungenschaften der modernen Medizin. Patienten, die sonst durch Schmerzen und Bewegungsunfähigkeit invalidisiert wären, können hierdurch ein normales Leben führen. Durch die Endoprothesen kann vielen alten Menschen der Rollstuhl erspart werden oder gar die Einweisung in ein Alten- oder Pflegeheim. Neben dem dargestellten Nutzen sind jedoch auch Risiken nicht zu leugnen. Bei den Endoprothesen besteht neben den allgemeinen Risiken wie Infektion oder Thrombosen auch das Risiko der Prothesenlockerung. Bei keinem Prothesenmodell ist das Risiko der Lockerung auszuschließen. Durch die Verwendung von modularen Revisionssystemen besteht heute jedoch die Möglichkeit, auch bei einem Knieprothesenwechsel funktionell sehr gute Ergebnisse zu erzielen.

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Wann kann der Patient wieder Sport treiben?

Radfahren, Schwimmen, Golf und Wandern sowie leichtes Krafttraining sind nach Implantation einer Kniegelenkprothese (wieder) möglich. Sportarten, die stärkere Belastungen für das Kniegelenk darstellen, die vor allen Dingen mit Stößen und Verdrehungen auf das Gelenk einwirken, sollten gemieden werden.

Anmeldung und Terminvereinbarung

Claire Schreiner
Telefon: 02151 / 452-386

Wussten Sie schon?

ACT – Dieses neue Verfahren ist an unserer Klinik erfolgreich im Einsatz und von den gesetzlichen Kassen zugelassen, sodass Ihre Kosten entsprechend übernommen werden.