Willkommen im Fachbereich Urologie des Rheinischen Kontinenz- und Beckenbodenzentrums

Inkontinenz ist ein häufiges Krankheitsbild, unter dem in Deutschland etwa sechs bis acht Millionen Frauen und Männer leiden.

Blasenfunktionsstörungen, Entleerungsstörungen, Harn und Stuhlinkontinenz treten in jedem Alter auf. Die Ursachen können dabei sehr unterschiedlich sein. Entsprechend vielfältig sind auch die Behandlungsmöglichkeiten. In unserem Zentrum arbeiten deshalb erfahrene Spezialisten verschiedener Fachbereiche in einem Team eng zusammen. Leider ist in unserer Gesellschaft Harn- und Stuhlinkontinenz immer noch ein Tabu-Thema. Die Hürde, einen Arzt aufzusuchen und über diese Beschwerden zu sprechen, ist für die Betroffenen sehr hoch.  Dabei ist Harn- und Stuhlinkontinenz heutzutage in sehr vielen Fällen heilbar oder zumindest deutlich verbesserbar. Für unser Team gehören alle Fragestellungen rund um das Thema Inkontinenz zu unserem Arbeitsalltag und sind für uns alles andere als tabu. Vertrauen Sie sich uns an und geben Sie uns die Möglichkeit, Ihnen zu helfen.

Erfahren Sie mehr über das Behandlungsspektrum unter Rheinischen Kontinenz- und Beckenbodenzentrum:

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Was bedeutet Harninkontinenz?

Harninkontinenz bedeutet unwillkürlichen Urinverlust und damit Verlust der Blasenkontrolle.

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Wer ist betroffen?

Betroffen sind 12% aller Frauen und 7% aller Männer im Alter über 65 Jahren. Aber auch Jüngere können an einer Inkontinenz leiden. Hier sind es dann vor allem Frauen.

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Was sind die Ursachen?

Die Ursachen sind vielfältig und reichen beispielsweise bei Frauen von Veränderungen des Beckenbodens im Alter, nach Schwangerschaft und Geburt bis zu Beeinträchtigungen nach vorangegangenen Operationen im Bauch oder Becken. Bei Männern können Veränderungen der Prostata oder auch Folgern von Operationen zu Blasenentleerungsstörungen und Inkontinenz führen. Desweiteren können neurologische Erkrankungen, z.B. der Wirbelsäule, eine Diabetes-Erkrankung und die Einnahme von bestimmten Medikamenten die Ursache einer Inkontinenz sein und gleichermaßen Männer und Frauen betreffen.
Die Vielfältigkeit der Ursachen macht zunächst eine genaue, häufig auch aufwendige Abklärung notwendig, die dann eine zielgenaue Therapie erlaubt. Für diese Diagnostik ist unsere Klinik mit einem modernen Messplatz zur Blasendruckmessung ausgestattet.

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Was sind die häufigsten Erscheinungsformen?

Die häufigsten Formen der Inkontinenz sind die Belastungsinkontinenz und Drangbeschwerden mit Inkontinenz sowie Mischformen aus beiden.
Definition der häufigsten Formen sind:

  • Belastungsinkontinenz
  • Drangbeschwerden mit Inkontinenz
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Belastungsinkontinenz

Urinverlust unter körperlicher Belastung ohne Harndrang, unterschieden werden drei Schweregrade:

  • Grad I Urinverlust bei schwerer körperlicher Belastung (Nießen, Husten, Heben)
  • Grad II Harnverlust bei leichter körperlicher Belastung (Laufen, Gehen, Aufstehen)
  • Grad III Urinverlust auch im Liegen
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Drangbeschwerden mit Inkontinenz

Hier wird der unwillkürliche Urinverlust von einem imperativen Harndrang begleitet. Die Behandlung der verschiedenen Formen der Inkontinenz zielt auf deren Ursache ab und ist damit unterschiedlich.

Bei allen Formen des Urinverlustes versuchen wir zunächst die konservativen Behandlungsmöglichkeiten auszuschöpfen. Sollten diese Behandlung zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis führen, so werden operative Therapien erwogen. Auch in dem Bereich der Operationsmethoden verfügen in unserer Klinik über ein breites Spektrum zur Behandlung der Belastungsinkontinenz.

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Unsere Operationsmethoden

  • Offenen Suspensionsverfahren
    Moderne Methode der Bandplastiken wie Transobturatorisches Band- TOT. Diese Bandform ist als Ergänzung zum TVT- Band in unserer Klinik etabliert. Beide Verfahren sind minimal-invasiv und bedeuten eine deutliche Verkürzung der Krankenhausverweildauer und sind weniger belastend bei gleich guten Ergebnissen.

A: Lage des TVT-Bandes                 B: Lage des TOT-Bandes

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Operative Behandlung

Darüber hinaus werden von uns Senkungen des Beckenbodens, die häufig mit einer Inkontinenz einhergehen, operativ behandelt. Dies beinhaltet die Versorgung von Zystozelen, Rekto- und Enterozelen über einen abdominellen Zugang (Schnittoperation über Unterbauch) in moderner, veränderter Form aber auch vaginale Verfahren (Zugang über die Scheide). Hier sind ebenfalls moderne Verfahren mit Netzeinlage in minimal- invasiver Form vielversprechend.

Kolposuspension nach Burch

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Medikamentöse Therapie

Drangbeschwerden mit und ohne Inkontinenz werden überwiegend medikamentös therapiert.

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Botulinum-Toxin-Unterspritzung der Blase

Bei besonders schweren oder therapieresistenten Formen ist eine Behandlung mit dem innovativen Verfahren der Botulinum-Toxin-Unterspritzung der Blase möglich. Diese Unterspritzung kann in Narkose aber auch in einer medikamentösen Schmerzausschaltung (Analgosedierung) erfolgen. Das klassische Anwendungsgebiet war bislang die neurogene Blasenentleerungsstörung. Heute wenden wir dieses Verfahren auch bei einer chronischen, abakteriellen Blasenentzündung (Interstitiellen Zystitis) an.


 
Injektionspunkte zur Applikation von Botulinum-Toxin in die Harnblase

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Aufbau eines künstlichen Schließmuskels

Aufbau des künstlichen Schließmuskels erfolgt über drei Komponenten

  • Manschette: Umschließen und Komprimieren der Harnröhre (2)
  • Ballon: Reservoir und Druckkontrolle für die Manschette (1)
  • Pumpe: transferiert die Flüssigkeit von der Manschette zum Ballon (3)

Künstlicher Schließmuskel

Dr. med. Sidi Muctar
Facharzt für Urologie
Leiter der Kinderurologie
Leiter des Rheinischen Kontinenz- und Beckenbodenzentrums

Tel. 02151 / 452-380
Fax 02151 / 452-511
muctar.urologie(at)stjosef.de

Die Klinik für Urologie und Kinderurologie ist die offizielle Beratungsstelle der
Deutschen Gesellschaft für Kontinenz (DGK)

Unsere Patienteninformation zum Rheinischen Kontinenz- und Beckenbodenzentrum finden Sie hier zum Download